Nicht nur Kinder, sondern auch viele Erwachsene starten gerne mit einem süßen Frühstück in den Tag – vor allem mit einem Schoko-Nuss Aufstrich. Im Hinblick auf den Nährwert sind derartige Lebensmittel jedoch nur bedingt zu empfehlen.

Palmöl und Zucker sind die wesentlichen Zutaten, die allerdings als kritisch gelten. Die Gewinnung von Palmöl erfolgt längst nicht immer nachhaltig, noch viel zu oft muss die Natur unter den Folgen leiden. Beim Zucker ist es wiederum so, dass die meisten Menschen ihn in viel zu großen Mengen konsumieren.

Leckerer Schoko-Nuss AufstrichWenig Zucker und ganz ohne Palmöl

Trotzdem braucht niemand auf ein süßes Frühstück verzichten, denn es müssen nicht zwangsläufig Nutella und Co auf die Brote und Brötchen geschmiert werden. Leckere Alternativen lassen sich selbst zubereiten. Nachfolgend stelle ich mein Rezept vor.

Schoko-Nuss Aufstrich Rezept

Für ein Portionsglas (ca. 250 ml)

200 Gramm Haselnüsse
ca. 80 Gramm Kokosfett
ca. 8 Datteln
ca. 5-6 Teelöffel Kakaopulver
1 Prise Salz

Alternative Süßungsmittel (anstatt der Datteln)
– Agavendicksaft
– Honig

Zubereitung

Damit ein schön nussiger Geschmack entsteht, werden die Nüsse im Ofen erhitzt. Ich verteile sie auf einem Blech, das bei 170 Grad in den vorgeheizten Ofen kommt. Normalerweise schmelze ich das Kokosfett im Topf, doch in diesem Fall gebe ich es in eine Schale, die ich einfach mit den Ofen stelle. Nach etwas fünf Minuten kontrollieren, ob aus den Nüssen schon etwas Öl austritt. Sobald dies der Fall ist, bitte ganz genau hinsehen – nicht damit die Nüsse schwarz werden. Ich lasse sie dann noch ca. vier bis fünf Minuten im Ofen, wobei ich aber jede Minute nachsehe. Anschließend die Nüsse aus dem Ofen nehmen und ca. 15 Minuten lang abkühlen lassen (nicht auf dem Blech lassen, sonst könnten sie von unten noch schwarz werden).

Nach dem Abkühlen die Haselnüsse zusammen mit den Datteln und der Prise Salz in den Mixbehälter geben. Anschließend mixen bis eine fein bröselige Nussmasse entstanden ist. Dann das Kakaopulver und das geschmolzene Kokosfett in den Behälter geben. Nun solange mixen, bis eine Masse entstanden ist, die nicht mehr bröselig und fest, sondern eher flüssig ist.

Hinweis: Die benötige Menge an Kokosfett kann schwanken, da wir es mit natürlichen Zutaten zu tun haben. Ich schmelze daher immer 90 bis 100 Gramm Kokosfett ein, das ich erstmal nur zur Hälfte in den Mixbehälter geben. Anschließend gebe ich nach und nach Kokosfett hinzu, bis die Konsistenz meinen Vorstellungen entspricht. Sobald dies der Fall ist, die Masse in ein Glas füllen, mit einem Deckel verschließen und abkühlen lassen. Später kommt sie dann in den Kühlschrank.

Möglichkeiten zum Süßen

Ich süße bevorzugt mit Datteln, die ich von Anfang an zusammen mit den Nüssen in den Mixbehälter gebe. Es ist möglich, auch ganz andere Süßungsmittel zu verwenden. Mit Agavendicksaft habe ich auch schon gute Erfahrungen gemacht. Weil er flüssig ist, wird dann weniger Kokosfett benötigt. Die richtige Menge lässt sich pauschal nur schwer festlegen. Am besten erstmal nur mit zwei Esslöffeln süßen und anschließend nachsüßen.

Hinweise zur Arbeit mit dem Mixer

Um es gleich vorwegzunehmen: Die Arbeit mit dem Mixer bereitet keine allzu große Freude. Das Zerkleinern der Nüsse und die anschließende Herstellung einer Creme kann frustrierend sein. Nach mehreren Versuchen weiß ich mittlerweile worauf es ankommt. Wer die folgenden Tipps berücksichtigt, spart eine Menge Zeit.

Das Kernproblem besteht darin, dass sich die Nussmasse immer wieder in die Ecken des Mixbehälters verlagert und dort sowie teilweise auch an den Wänden einfach kleben bleibt. Ich gehe daher wie folgt vor: Nüsse in den Behälter geben und einfach losmixen (erst mit niedriger Drehzahl, später dann mit einer höheren Drehzahl). Sobald nichts mehr geht bzw. die Messer leerlaufen, den Mixer anhalten. Den Behälter abnehmen, Deckel öffnen und mit einem Löffel die Masse aus den Ecken lösen. Behälter einmal kräftig schütteln, ihn dann wieder aufsetzen und erneut mixen. Wer eifrig mitarbeitet, benötigt für solch einen Durchgang nur wenige Sekunden. Nach ca. 15 bis 20 Durchgängen ist ein einigermaßen feines Nusspulver entstanden. Gerade Anfänger machen sich hier zu viele Sorgen und vertrödeln Zeit, sodass sie eine Viertelstunde oder länger benötigen, bis ihr Pulver entstanden ist. Ich brauche keine drei Minuten, sodass ich das Rezept insgesamt rasch umsetzen kann.

Sobald das Fett ins Spiel kommt und eine klebrige Masse entstehen soll, verfährt man genau gleich. Es kann mehrere Male erforderlich sein, den Behälter abzunehmen und die Masse kurz mit einem Löffel zu lösen und zu verteilen. Sobald ein Brei entsteht, wird mit niedriger Drehzahl (beim Bianco Primo arbeite ich mit der untersten Stufe) gearbeitet, damit sich alles schön miteinander vermischt.

Übrigens: Das Rezept ist für die Menge von einem Glas ausgelegt. Allerdings ist sie vergleichsweise gering bemessen, weshalb nicht jeder Mixbehälter damit zurechtkommt. Mittlerweile ziehe ich es daher vor, gleich die doppelte Menge zu machen. Damit kommt der Mixer besser klar, was die Zubereitungszeit zusätzlich beschleunigt.

Nachdem die fertige Masse aus dem Behälter geschabt wurde, ihn am besten sofort mit Wasser füllen. Dann kurz mixen und das Wasser abgießen. Anschließend erneut mit Wasser sowie ein wenig Spülmittel befüllen, um wieder zu mixen. So lösen sich die Reste der fetthaltigen Masse schnell heraus. Abschließend mit einem Lappen nacharbeiten und mit Wasser abspülen. So bekommt man den Behälter in zwei Minuten komplett sauber.

Blick auf die Zutaten
Ofen auf 170 Grad vorheizen
Nüsse anrösten und das Kokosfett schmelzen
Nüsse und Datteln zerkleinern
Endlich fein genug - nun kommt das Kokosfett hinzu
Aber hier macht das Mixen wieder Spaß
Fertig - jetzt nur noch in ein Glas füllen

Ergänzende Rezeptempfehlungen

Choc-Banana Pudding

Ebenfalls eine tolle Kombination aus Nuss und Schokolade. Leckere und erstaunlich leichte Nachspeise.

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Mousse au Chocolat

Ein schokoladiges Dessert, das hier in der veganen Variante zubereitet wird.

Showing 4 comments
  • Tom
    Antworten

    Nur mal so am Rande
    Kokosfett ist Palmöl!!!

    • Jochen
      Antworten

      Hallo Tom,

      ich habe das überprüft und dabei festgestellt, dass Kokosöl und Palmöl nicht dasselbe sind.

  • Sarah
    Antworten

    Tolles Rezept!!
    Wie lange ist die Schookocreme ca. haltbar`?

    • Jochen
      Antworten

      Hallo Sarah,
      da ich keine Konservierungsstoffe hinzugebe, bin ich vorsichtig. Ich bereite eher kleine Mengen Aufstrich zu, die innerhalb weniger Tage verbraucht sind.

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