Frisch gepresste Rohkostsäfte, die besonders reichhaltig an Nährstoffen sind, lassen sich nicht mit jedem Entsafter zubereiten. Wer solch ein Gerät erwerben möchte, muss sich zuvor gut am Markt umsehen. Hierbei stoßen nahezu alle Interessenten auf die Greenstar Elite, was nicht überrascht – schließlich konnte sich die Saftpresse im Check von Stiftung Warentest durchsetzen und den Titel des Testsiegers sichern.

Angesichts des vergleichsweise hohen Preises wollte ich dieses Küchengerät unbedingt ausprobieren. Stefan und Heike gaben mir diese Möglichkeit, gemeinsam haben wir den Kaltentsafter einem Test unterzogen. Meine eigenen Eindrücke und Erfahrungen gebe ich hier wieder.

Einordnung des Küchengeräts

Ich habe bereits angedeutet, dass die Greenstar Elite vorrangig das Interesse von Menschen auf sich zieht, die hohe Ansprüche an ihren Saft stellen. Dies geschieht nicht grundlos, immerhin handelt es sich um einen Entsafter der Oberklasse. Ziel von Greenstar war es, einen Slow-Juicer zu entwickeln, der eine bestmögliche Saftausbeute verspricht und zugleich die Nährstoffe im Rohkostsaft bewahrt.

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Greenstar Elite

Greenstar Elite im Test

Zunächst fallen die beeindruckenden Abmessungen auf, die Saftpresse ist alles andere als kompakt. Als horizontaler Entsafter erscheint das Gerät äußerst wuchtig, weshalb in der Küche ausreichend Platz zur Verfügung stehen muss – insbesondere um das Gerät auch verstauen zu können. Allerdings hat diese Eigenschaft nicht mit der eigentlichen Saftpressung zu tun, weshalb ich das Thema im Rahmen der Bewertung ausklammere.

Beim Entsaften arbeitet die Saftpresse nicht ganz so schnell. Kräftiges Drücken der Zutaten auf die rotierende Presswalze ändert übrigens nichts – die Verarbeitungsgeschwindigkeit bleibt dieselbe. Wer komfortabel entsaften möchte, sollte die Zutaten daher entsprechend vorbereiten, beispielsweise indem Karotten etwas kleiner geschnitten werden. Mein Tipp: Obst, Gemüse, Blätter etc. lieber ein paar Minuten länger vorbereiten und dafür dann entspannt arbeiten.

Die Saftausbeute ist vorbildlich, mehr lässt sich aus dem Trester nicht herausholen. Was aus dem Tresterauslas kommt, fühlt sich richtig trocken an. In Sachen Ergiebigkeit spielt die Greenstar Elite somit ganz vorne mit, was sie besonders für diejenigen interessant macht, die regelmäßig entsaften oder schlichtweg große Mengen verarbeiten möchten. Zugleich arbeitet das Küchengerät sehr schonend, was vor allem an den langsam drehenden Presswalzen liegt. Im Gegensatz zu den meisten anderen Entsaftern arbeiten hier gleich zwei Walzen synchron, die ineinander verzahnt sind. Hierdurch kann eine hohe Kraft auf das Pressgut einwirken, was wiederum zur hohen Saftausbeute führt.

Letztlich ist es diese Konstruktionsweise, die enorme Vorteile bei der Verarbeitung von Gräsern bietet. Wer Grassäfte zubereiten möchte, wird die Greenstar Elite lieben, denn Weizengras sowie andere Getreidegräser werden vorbildlich entsaftet. Für die Zubereitung von Weizengrassaft ist diese Saftpresse eine hervorragende Wahl, die Saftqualität beeindruckt.

Reinigung der Saftpresse

Es sind gleich zwei Walzen zu reinigen, die außerdem von sehr kompakten Anbauteilen umgeben sind. Schnell entsteht der Eindruck, die Reinigung des Entsafters würde einen großen Aufwand nach ziehen. Im Vergleich zu anderen Geräten mag er geringfügig höher liegen, wobei es allerdings darauf ankommt, mit welcher Routine gereinigt wird. Wer routiniert ist und zugleich gründlich arbeitet, benötigt wie bei den meisten anderen Pressen ebenfalls ca. 4 – 5 Minuten.

Vor- und Nachteile auf einen Blick

Stärken

  • Sehr hohe Ergiebigkeit
  • Schonend
  • Testsieger bei Stiftung Warentest

Schwächen

  • Etwas langsam
  • Hoher Preis

Fazit

In Sachen Leistung spielt der Greenstar Elite Entsafter ganz vorne mit. Die Ergiebigkeit beim Entsaften ist enorm, zumal dies nicht die einzige Stärke ist. Dank der langsam rotierenden Walzen arbeitet das Küchengerät außerdem sehr schonend. Im Übrigen will der Hersteller ein spezielles Magnetsystem integriert haben, welches für eine noch bessere Herausarbeitung der Mineralstoffe sorgt (wobei ich dieses Feature jedoch unbewertet lasse). Die Geschwindigkeit beim Entsaften könnte etwas höher sein, ist aber in Ordnung, ebenfalls wie der Reinigungsaufwand. Der Preis mag zwar sehr hoch liegen, doch wer keine Kompromisse eingehen möchte und eine der besten Saftpressen am Markt erstehen möchte, liegt mit der Greenstar genau richtig.

Wo kaufen?

team-gruene-smoothies-org

Mehrer Händler bieten den Omega Juicer 8226 an. Trotzdem rate ich Kaufinteressenten dazu, bei den beiden Smoothie-Spezialisten Heike und Stefan zu kaufen. Ich habe sie bereits vor Jahren kennengelernt und längst ist eine tolle Freundschaft entstanden. Ihr Shop gruenesmoothies.org steht für vorbildlichen Service, der u.a. eine professionelle Beratung, Kauf auf Rechnung und eine schnelle Auslieferung umfasst.

Showing 6 comments
  • Svetlana
    Antworten

    Für mich hört es sich ganz so an als ob die Greenstar am besten ist, zumindest schreiben das alle. Aber die anderen Saftpresse, die hier auf der Seite beschrieben werden, scheinen ja nicht schlechter zu sein und einige sind sogar preiswerter. Wenn ich hohe Ansprüche stelle ist es dann auch in Ordnung, einen Omega Juicer zu kaufen oder fahre ich mit der Greenstar doch besser?

    • Jochen
      Antworten

      Hallo Svetlana,

      der Greenstar Elite Entsafter ist erstklassig, da man so ziemlich alles entsaften kann und dabei stets eine hohe Saftausbeute erzielt. Aber die anderen Saftpressen sind deshalb nicht schlecht. Der “preiswerte” Omega Juicer (8226) ist zwar nicht so ergiebig, aber für den gelegentlichen Einsatz sehr gut zu gebrauchen. Der Omega VSJ843 spielt technisch etwa in derselben Liga, wie der Greenstar. Pauschal lässt sich daher nicht sagen, welches Küchengerät nun besser ist. Alle sind gut, ein Fehlgriff ist eigentlich fast unmöglich 😉

  • Wolfgang
    Antworten

    Hallo,ich habe bereits die Greenstar 3000 seit Jahren.Ihr schreibt als Nachteil das die Maschine etwas langsam ist? Aber gerade das macht doch die hohe Saftqualität aus! Die neue Generation Slow Jucer ala’ Hurom und Co. drehen ebenfalls nur mit 47 U/min.Also das als Nachteil zu sehen sehe ich nicht so.

    Die Saftqualität der Greenstar ist wirklich über jeden Zweifel erhaben.
    Den einzigen Nachteil den ich sehe ist die Verarbeitung von weichem Pressgut (Apfelsinen, Pflaumen….)

    Ich Spiele deshalb mit dem Gedanken mir den Omega Juicer VSJ843 zuzulegen.

    Gibt es hierüber bereits Langzeiterfahrungen.Wie sieht es mit langfasrigem Pressgut aus ?

    Danke für eure Mühe.

    • Jochen
      Antworten

      Hallo Wolfgang,

      das mit der Geschwindigkeit ist natürlich immer relativ zu betrachten. Klar, langsam ist immer schonend! Da hast du vollkommen recht. Mir ging es um den Komfort bei der Zubereitung – mit einem Champion Juicer (der ja schneller dreht) geht es beim Entsaftern zügiger und komfortabler (weniger Kraftaufwand) voran.

      Zum Omega Juicer VSJ843: Der macht keine klaren Säfte. Er entsaftet sehr grob, d.h. was da am Ende raus kommt, ist schon ein halber Smoothie! Wenn du die Greenstar 3000 hast, bist du eigentlich schon gut versorgt 😉

  • Wolfgang Buck
    Antworten

    Hallo ,

    ich hoffe ihr könnt bald den neuen Kuvings C9500 der 2.Generation testen.
    Der soll fast so klare Säfte machen wie der Hurom.Den Vorteil gegenüber Hurom sehe ich in dem großen Einfüllschacht.Und er soll mittlerweile auch mit der Saftausbeute an die Greenstar/Hurom rankommen.

    Wie bereits geschrieben bin ich mit meiner Greenstar zufrieden, bis auf weiches Pressgut und der Kraftaufwand beim Pressen von Gemüse (ganze Möhren oder rote Beete…)
    Der Reinigungsaufwand ist bei der Greenstar übrigens auch recht fix erledigt.

    Ich glaube das wäre der perfekte Mixer als Ergänzung für mich.Ich hoffe auf einen baldigen Test auf eurer Seite.

  • Ralf
    Antworten

    Ich habe vom Zebra Whole Slow Juicer gehört. U.a. hier: http://pressemitteilung.ws/node/686302
    Wie ist der zu bewerten?

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