Frisch gepresste Rohkostsäfte punkten mit einem hohen Gehalt an Nährstoffen. Doch nur mit dem richtigen Entsafter lässt sich ein optimales Ergebnis erzielen. Der folgende Vergleich stellt die besten Saftpressen vor, die meiner Meinung nach am Markt erhältlich sind.

Die besten Entsafter im Vergleich

Omega Juicer 8226

Eine sehr gute Wahl für Einsteiger und preisbewusste Menschen. Die Saftausbeute ist in Ordnung, d.h. gut - aber eben nicht am Optimum.

+ schöner Allrounder
+ attraktiver Preis
- mittelmäßige Verarbeitungsqualität
Champion Entsafter

Eine sehr gute Wahl für Einsteiger und preisbewusste Menschen. Die Saftausbeute ist in Ordnung, d.h. gut - aber eben nicht am Optimum.

+ enormer Komfort
+ arbeitet schnell
- weniger für Blattgrün und Gräser geeignet
Greenstar Elite

Entsafter der Spitzenklasse, unter anderem Testsieger bei Stiftung Warentest (8/2013). Für anspruchsvolle Rohköstler die richtige Wahl.

+ Hervorragende Saftausbeute
+ Besonders schonend
- etwas langsam
- hoher Preis
Omega Juicer VSJ843

Komfortabler geht es nicht, einfach die Zutaten leicht hinendrücken und den Entsafter arbeiten lassen. Komfort bei der Zubereitung sowie die Qualität des Saftes sprechen für sich.

+ Hohe Ergiebigkeit
+ Besonders schonend
+ Hoher Bedienkomfort
- Preis

Die gezeigten Saftpressen mögen nicht günstig sein, doch wie schon erwähnt wurde, überzeugen sie mit ihrer Leistung. Im Wesentlichen sind es drei Eigenschaften, die sie auszeichnen.

  • Hohe Ergiebigkeit
  • Schonendes Entsaften
  • Entsaften von Früchten, Gemüse und Gräsern

Wer hohe Ansprüche stellt und Wert auf Säfte mit einem satten Nährstoffgehalt liegt, sollte über die Anschaffung eines solchen Entsafters nachdenken. Schlussendlich ist das Geld gut investiert, zumal die Markengeräte auch mit einer langen Nutzungsdauer überzeugen.

Preiswerte Alternativen

Nicht jeder ist dazu bereit, einen solch stattlichen Betrag zu investieren. Vor allem wenn Früchte nur gelegentlich ausgepresst werden sollen, sind günstige Entsafter gefragt. Nachfolgend möchte ich daher noch einige Alternativen vorstellen.

Severin ES 3567

Ein echter Slow-Juicer im Kompaktformat. Wer Säfte schonend pressen möchte und die Anschaffung eines Profi-Geräts scheut, findet hier die passende Alernative.

+ dem Preis angemessene Leistung
+ schonende Pressung
+ angemessene Ergiebigkeit
- viel Zeit erforderlich (weil so kompakt)
- macht nicht den stabilsten Eindruck
Philips HR1855

Solides Gerät, das vor allem mit seinem attraktiven Preis punktet. Aus der selben Serie gibt es noch größere Modelle, aber hier ist das Preis-Leistungs-Verhältnis besonders attraktiv.

+ dem Preis angemessene Leistung
+ schönes Design
+ ordentliche Öffnung
- kein Profi-Gerät

Die gezeigten Alternativen können mit den hochpreisigen Geräten selbstverständlich nicht mithalten. Je nach Gerät gilt es Abstriche in ganz unterschiedlichen Bereichen in Kauf zu nehmen. Meist ist die Ergiebigkeit betroffen, d.h. die Ausbeute ist einfach nicht so hoch. Der Trester enthält noch mehr Feuchtigkeit. Außerdem ist die Saftpressung häufig nicht so schonend oder nimmt mehr Zeit in Anspruch.

Warum Slow-Juicer die beste Wahl sind

Die oben vorgestellten Profi-Entsafter gehen allesamt als Slow-Juicer durch. Gemeint sind Saftpressen, die vergleichsweise langsam entsaften. Dies dient dem Schutz der Nährstoffe. Wird mit hoher Geschwindigkeit entsaftet, kann dies zu einer enormen Wärmeentstehung führen, die wiederum Nährstoffe zerstört. Außerdem findet bei den Profi-Geräten nur eine geringe Oxidation statt. Hierunter ist ein möglichst geringer Kontakt mit Sauerstoff zu verstehen, denn auch Sauerstoff zerstört einige Nährstoffe.

Im Allgemeinen gilt: Je langsamer der Entsafter arbeitet, desto schonender der Entsaftungsprozess. Allerdings wäre es falsch, ausschließlich auf die Drehzahl zu achten. Einige niedrige Drehzahl ist zwar eine Orientierungshilfe, doch schlussendlich kommt es immer auf die Technik im jeweiligen Gerät an. So dreht zum Beispiel der Champion Entsafter vergleichsweise schnell. Allerdings verfügt er eine große Schneide- und Presswalze, die sämtliche Zutaten dennoch schonend durch ein Sieb presst. Zugleich mag der Omega Juicer VSJ843 den Eindruck erwecken, dass sein Antrieb besonders langsam arbeitet. Jedoch rotieren die Zutaten auf einem vergleichsweise großen Durchmesser, was wiederum die Oxidation erhöht. Deshalb ist das Gerät aber nicht schlecht, er arbeitet zweifelsohne sehr schonend. Ich wollte an dieser Stelle nur verdeutlichen, dass die Drehzahl nicht das einzige Auswahlkriterium sein sollte.

Außerdem ist anzumerken, dass es beim Entsaften nicht nur um den Schutz von Vitaminen, Mineralstoffen, Enzymen sowie anderer Saftbestandteile geht. Ein ganz wesentlicher Punkt ist der Geschmack. Eine gute Saftpresse erzeugt einen Saft, der im Geschmack möglichst rund, also vollkommen schmeckt. Dies ist jedoch nur der Fall, wenn aus den Zutaten nahezu die gesamte Flüssigkeit herausgepresst wird.

Wer einen Test machen will, sollte den folgenden Vergleich durchführen. Es werden dieselben Zutaten in jeweils gleicher Menge mit zwei Geräten entsaftet, nämlich einmal mit einem Profi-Gerät sowie einmal mit einem Billig-Juicer. Zunächst wird man feststellen, dass der teure Slow-Juicer mit einer höheren Saftausbeute punktet. Lässt man die Säfte nebeneinander stehen, ändert der Saft aus dem preiswerten Gerät meist schnell seine Konsistenz. Einzelne Bestandteile lagern sich ab, es werden rasch zwei oder gar drei Schichten sichtbar, während der Saft aus der Profi-Saftpresse seine Zusammensetzung behält.

Entsafter und Mixer im Vergleich

Einige Leser werden sich bestimmt fragen, weshalb ich hier einen Entsafter Vergleich durchführe, obwohl sich diese Website doch eigentlich um Mixerrezepte dreht. Die Antwort ist ganz simpel: Ich mag die frisch gepressten Säfte sehr – und ein Entsafter liefert verglichen mit einem Mixer schlichtweg ein viel besseres Ergebnis ab.

Hochleistungsmixer sind zum Entsaften weniger gut geeignet. Ich habe zwar schon den Test gemacht und Zutaten fein gemixt, um sie anschließend auszupressen, doch der Aufwand ist einfach zu groß. Hinterher gibt es viel aufzuräumen und trotzdem ist die Ergiebigkeit nicht optimal. Da ist es besser, Karotten, Äpfel, Sellerie sowie andere Zutaten einfach durch einen Entsafter zu pressen. Das ist wesentlich entspannter und daher klar die bessere Wahl.

Auf das Thema Nährwert möchte ich an dieser Stelle gar nicht so detailliert eingehen. Klar, ein Smoothie enthält mehr Bestandteile und damit auch zwangsläufig mehr Nährstoffe. Doch ab und an ist so ein frisch gepresster Fruchtsaft oder auch Gemüsesaft einfach lecker. Er ist leichter und zugleich befindet sich der Körper in der Lage, die enthaltenen Nähr- und Vitalstoffe schneller zu absorbieren. Prinzipiell mag ich die Smoothies zwar lieber, doch ab und an darf es auch mal ein frischer Rohkostsaft sein.

Saftpressen: Ein Blick auf die Technik

Das Entsaften ist kein neumodischer Trend, es wird bereits seit Jahrtausenden praktiziert. Im Lauf der Zeit wurden unterschiedliche Techniken entwickelt. An dieser Stelle möchte ich die einzelnen Arten verschiedener Saftpressen vorstellen, die sich gegenwärtig im Einsatz befinden. Zugleich werden die jeweiligen Vorteile und Nachteile erläutert.

Klassische Saftpresse

Die klassische Variante der Saftpresse arbeitet mit einem Spindelantrieb. Mit jeder Umdrehung wird eine Pressfläche noch fester auf die Zutaten gedrückt. Alles in allem funktionieren solche Pressen sehr gut und punkten außerdem mit ihrer Fähigkeit, große Fruchtmengen rasch zu entsaften. Aufgrund ihrer Dimensionierung kommen sie für den Hausgebrauch nur eingeschränkt in Frage. Um sie Saftausbeute ist es je nach Modell unterschiedlich bestellt. Gerade die einfachen Modelle schneiden nur mittelmäßig ab.

Dampfentsafter

Anders verhält es sich beim Dampfentsafter, der sehr stark verbreitet ist. Er basiert auf einem simplen Prinzip: Die Früchte und ggf. andere Zutaten befinden sich in einem Einsatz. Wasserdampf steigt auf und bringt die Zellen der Zutaten zum Platzen, wodurch sie ihre Flüssigkeit frei geben. Der austretende Saft wird mit einer Kombination aus Sieb und Trichter abgefangen und über einen Schlauch abgeführt.

Der Vorteil eines Dampfentsafters besteht darin, dass er sehr effektiv ist. Die Saftausbeute gilt als hoch und außerdem wird der Saft erhitzt, was ihn wiederum lange haltbar macht. Allerdings hat die Zufuhr an Hitze einen großen Nachteil, denn es werden unglaublich viele Nährstoffe zerstört. Die Gewinnung von Rohkostsäften ist undenkbar.

Zentrifugenentsafter

Bei einem Entsafter dieser Klasse gelangt eine Zentrifuge zum Einsatz. Die Zutaten werden zerkleinert und mittels Rotation gegen ein Sieb gedrückt. Der große Vorteil besteht darin, dass ein hoher Bedienkomfort gegeben ist – die Zentrifuge übernimmt die gesamte Arbeit. Die Ergiebigkeit ist hervorragend und auch die Geschwindigkeit kann sich sehen lassen.

Durch das Rotieren in der Zentrifuge werden die zerkleinerten Früchte und letztlich auch der Saft einer intensiven Luftzufuhr ausgesetzt. Als Folge wird die Oxidation beschleunigt, die wiederum den Nährstoffgehalt verringern kann. Je schneller die Zentrifuge dreht, desto schlechter ist dies zumeist für den Nährwert.

Entsafter mit Pressschnecke / Presswalze

Geräte dieser Bauart genießen den Ruf, am schonendsten zu sein und gleichzeitig mit einer hohen Ergiebigkeit zu punkten. Dies liegt an der Presswalze, in welche die Zutaten hineingedrückt werden. Trotz einer langsamen Drehzahl wird eine gewaltige Kraft entwickelt, um die Zutaten zu zerkleinern und gegen ein Sieb zu pressen. Es entsteht kaum Wärme und auch die Zufuhr an Sauerstoff ist gering.

Natürlich gibt es auch einige Nachteile. Hierzu zählt vor allem der erforderliche Kraftaufwand. Karotten und ähnlich feste Zutaten gilt es mit vergleichsweise viel Kraft gegen die Pressschnecke zu drücken. Außerdem arbeiten die Entsafter meist relativ langsam, sodass es ein paar Minuten dauert, bis die gewünschte Menge an Saft zur Verfügung steht.

Tipps zum Entsaften

Das Pressen frischer Säfte eröffnet zahlreiche Möglichkeiten. Die folgenden Tipps sollen dabei helfen, diese Möglichkeiten auch wirklich auszuschöpfen.

Nicht nur Früchte entsaften

Die meisten Menschen bringen Saft automatisch mit Fruchtsaft in Verbindung. Dabei lassen sich auf viele Gemüsesorten entsaften. Deshalb empfiehlt es sich, Obst und Gemüse als Zutaten für frische Säfte zu verwenden. Besonders mithilfe vom Gemüse lässt sich das Spektrum an Nährstoffen deutlich erweitern.

Übrigens: Vor dem Geschmack eines Gemüsesafts braucht sich niemand zu fürchten. Klassische Kombinationen, wie Apfel, Karotte und Stangensellerie, schmecken richtig lecker.

Viele Rezepte ausprobieren

Damit wäre ich auch schon beim zweiten Tipp. Es lohnt sich, bewusst viele verschiedene Saftrezepte auszuprobieren und am besten selbst kreativ zu werden. Vor allem grünes Blattgemüse hat es so richtig in sich. Allerdings sollte ein Entsafter zur Verfügung stehen, der es mühelos verarbeiten kann und am besten auch Gräser zuverlässig entsaftet.

Hochwertige Zutaten verarbeiten

Wie bei grünen Smoothies gilt auch hier: Am besten Zutaten verarbeiten, die aus dem eigenen Garten stammen. Ansonsten bevorzugt auf Bio-Ware zurückgreifen. Immerhin geht es um Lebensmittel, die zahlreiche Nährstoffe bereitstellen und einen Beitrag zu einer ausgewogenen Ernährung leisten sollen. Hochwertige Zutaten sind einfach Pflicht. Besonders wenn jemand dazu bereit ist, gut 400 Euro für einen Slow-Juicer auszugeben – dann bei den Zutaten zu sparen wäre falsch.

Auch den Trester verwerten

Die Rückstände, die beim Entsaften übrig bleiben, werden Trester genannt. Oft landen sie im Biomüll, was eigentlich schade ist. Sie lassen sich in der Küche vielfältig weiterverarbeiten. So ist es zum Beispiel möglich, aus den Rückenständen von Karotten noch einen Karottenkuchen zu machen. Ebenso bietet es sich an, Gemüserösties zuzubereiten. Auch hier sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt.

Comments
  • Deforth
    Antworten

    Hallo Mixer Mahlzeit Team
    Die Angel Edelstahl Saftpresse ist ein hervorragendes (und auch teures) Gerät.
    Ich finde es leiser, formschöner und dichter verarbeitet, als Greenstar Elite.
    Den Greenstar Elite hatte meine Frau und ich auch einmal gehabt,
    hier sprang aber die Plastikverschalung etwas ab und
    zwischen Presswalzen und Gerät konnten Saftreste in das Innerer des Gerärtes eindringen,
    was zu “Pilzbefall” führte (einfach das Gerät nach einem halben Jahr mal aufschrauben und hineinschauen.
    Schon deshalb verstehe ich nicht wie Stiftung Warentest 8/2013 dieses Gerät als Testsieger kürte.
    Mit besten Wünschen
    Christian Deforth

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