Eis im Mixer machen: Dies sind die Tricks der Profis

Meist dauert es nicht lange, bis frisch gebackene Besitzer eines Hochleistungsmixers den Versuch starten, Eis zu machen. Schließlich schmeckt Eis immer gut und die Zubereitung scheint ebenfalls leicht zu sein. Doch meist geht mit dem ersten Versuch eine große Enttäuschung einher: Die Zubereitung ist viel aufwendiger als vermutet wurde und das Ergebnis ist auch nicht so prickelnd.

Dennoch sollte sich niemand entmutigen lassen. Die Eiszubereitung im Mixer ist gar nicht so schwierig. Damit sie gelingt, gilt es lediglich die entscheidenden Kniffe und Tricks zu kennen. Nachfolgend werden die wichtigsten Punkte erläutert.

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Die Macht des richtigen Rezepts

Ob die Zubereitung gelingt, hängt ganz stark von der Wahl des Rezepts ab. Im Netz sind unzählige Eisrezepte zu finden, doch längst nicht alle gelingen. Wer herausfinden möchte, welche Rezepte am besten sind, muss schlichtweg experimentieren. Andernfalls empfiehlt es sich, auf das Einsteigerrezept für Himbeereis zurückzugreifen. Es ist nicht nur geschmacklich eines der besten Eisrezepte, sondern punktet auch bei der Umsetzung.

Vorbereitung der Zutaten

Wenn die Zubereitung scheitert, dann meist, weil die Eismasse am Ende des Mixvorgangs nicht mehr fest genug ist. Aber auch eine zu feste Masse kann zum Problem werden. Entscheidend ist daher die Temperatur der Zutaten: Einige müssen zunächst eingefroren werden. Doch es genügt nicht, sie einfach so einzufrieren, eine gründliche Vorbereitung vergrößert die Chancen auf Erfolg.

Das Vorbereiten bezieht sich vorrangig auf die vorherige Zerkleinerung. Einige Zutaten, wie beispielsweise Himbeeren, lassen sich im Stück einfrieren. Sie sind selbst im gefrorenen Zustand relativ weich, sodass sie der Mixer rasch zerkleinert. Bei gefrorenen Bananen, wie sie für Nanaeis benötigt werden, ist das bereits anders. Sind die gefrorenen Bananenstücke zu dick, muss der Mixer unnötig viel arbeiten. Noch schwieriger wird es mit Erdbeeren: Beim Einfrieren verwandeln sie sich in regelrechte Eisklötze.

Die Lösung des Problems besteht darin, die Zutaten vorher in kleinere Stücke zu schneiden. Dies mag zwar ein wenig lästig erscheinen, doch der Aufwand lohnt sich. Der Mixer kann sie mit seinen rotierenden Messern viel besser zerkleinern. Zumal so auch die Oberfläche der einzelnen Früchte vergrößert wird. Dadurch kann die Kälte viel schneller auf die anderen Zutaten einwirken, was die Entstehung einer schönen Eismasse beschleunigt.

Übrigens genügt es nicht, die Früchte nur fein zu zerschneiden. Sie wollen außerdem richtig eingefroren werden – nämlich so, dass sie nicht zu sehr aneinander kleben und einen großen Klumpen bilden. Hilfreich ist es daher, sie im Gefrierbeutel auf einer möglichst großen Fläche zu verteilen und einzufrieren.

Neben gefrorenen Früchten kommen noch andere Eiszutaten in den Mixer. Diese müssen zwar nicht unbedingt gefroren sein, doch ggf. ist es hilfreich, sie zumindest zu kühlen. Besonders Kokosmilch ist ein gutes Beispiel. Bei Zimmertemperatur kann es mit ihr im Sommer schwierig sein, ein festes Eis zu machen. Auf Zimmertemperatur ist sie ggf. zu warm. Daher ist es oft besser, diese Zutaten zuvor im Kühlschrank aufzubewahren.

Den Mixer richtig bedienen

In den meisten Fällen genügt es nicht, die Zutaten einfach in den Mixer zu geben und ihn dann auf der höchsten Stufe arbeiten zu lassen. Weil ein Teil der Zutaten gefroren ist, entsteht zwangsläufig eine feste Masse, die sich träge verhält. Je schneller die Messer rotieren, desto schlechter können sie die Masse bearbeiten. Es besteht die Gefahr, dass die Messer leerlaufen, d.h. nicht auf das Mixgut einwirken. Dies kann wiederum dem Motor schaden.

Die richtige Geschwindigkeit ist daher entscheidend. Im Allgemeinen empfiehlt es sich, eher langsam zu mixen. Oft ist es am besten, sich im unseren Viertel des gesamten Drehzahlbereichs zu bewegen. So fällt es am leichtesten, die Eismasse umzurühren. Andererseits wird natürlich die Zerkleinerung der Zutaten beeinträchtigt. Auch deshalb ist es so hilfreich, die Zutaten schon vor dem Einfrieren in kleine Stücke zu zerschneiden oder ggf. sogar ein wenig antauen zu lassen.

Ist die Masse sehr fest und zäh (was je nach Rezept durchaus normal sein kann), nützt auch die langsamste Drehzahl nichts. Dann ist es hilfreich, den Mixer anzuhalten und seinen Behälter vom Sockel zu nehmen, zum dann mit dem Stampfer zu arbeiten. Hierbei wird die Masse wieder an die Messer gedrückt. Es kann auch hilfreich sein, einen Löffel zu verwenden, um Masse aus den Ecken und vom Boden zu kratzen, damit sie ebenfalls zerkleinert wird. Das ständige Anhalten mag zwar mühsam erscheinen, doch mit ein wenig Routine kostet es gar nicht so viel Zeit.

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Jedes Mal die Messer in Schwung zu bringen, kostet den Mixer viel Kraft, besonders wenn eine niedrigere Drehzahl eingestellt ist. Meist ist es daher sinnvoll, zunächst eine mittlere Leistung abzurufen und sobald die Messer ausreichend rotieren, wieder zurückzuregeln.

Einige Mixer sind besser als andere

Ganz moderne Hochleistungsmixer, wie der Bianco Volto, verfügen über eine intelligente Steuerung, die Vorteile beim Mixen verspricht. Sollten sich die Messer nicht schnell genug drehen bzw. mehr Power erforderlich sein, ruft sie der Mixer eigenständig ab. Die Regelung der Geschwindigkeit im unteren Drehzahlbereich ist beeindruckend: Rotieren die Messer bei der Zubereitung von Eis nicht schnell genug, regelt der Mixer eigenständig nach.

Ebenso hilft es, wenn ein Mixer besonders stark motorisiert ist. Ein Bianco Puro ist zum Beispiel stärker als ein Bianco Primo, was sich bei der Eiszubereitung durchaus bemerkbar macht. Doch der Bianco Gusto ist nochmals stärker: Aufgrund seines speziellen Motors kann er auch bei langsamen Drehzahlen eine enorme Kraft entwickeln. Wer genau weiß, dass er oder sie mit dem Hochleistungsmixer nicht nur Smoothies, sondern auch Eis oder Teig zubereiten möchte, sollte dies bei der Wahl des Geräts berücksichtigen.

Ergänzende Rezeptempfehlungen

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Pistazieneis

Dieser grüne Klassiker lässt sich mit wenigen Zutaten selbst zubereiten. Der Aufwand beim Mixen ist zwar nicht ohne, doch es lohnt sicht!

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Himbeereis

Da gefrorene Himbeeren leicht zu mixen sind, gelingt dieses Rezept immer. Beeindruckt mit einer intensiven Farbe und einem tollen Geschmack.

Nana Eis
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