Mit dem Primo ist ein preiswerter Hochleistungsmixer von bianco di puro auf den Markt gekommen, der von einem der führenden Hersteller stammt. Klar, dass ich ihn mir holen und testen musste. Hier stelle ich den Mixer im Test vor.

Bianco Primo Hochleistungsmixer
Bianco PrimoPreiswerter Hochleistungsmixer im Test

Optik vom Standmixer

Verglichen mit anderen Hochleistungsmixern wirkt der Bianco Primo relativ kompakt. Trotzdem darf man sich nicht täuschen lassen, gegenüber typischen Haushaltsmixern ist auch der Primo immer noch stattlich bemessen. Sein massiver Sockel beherbergt einen großen und letztlich auch leistungsstarken Motor.

Das eigentliche Design fällt vergleichsweise schlicht aus. Der Mixer basiert auf einem schönen Motorblock, der in Edelstahloptik kombiniert mit schwarzen Kunststoffflächen aufwartet. Auffälliger ist der Behälter, der im Querschnitt über eine rechteckige Form verfügt und sich somit von den sonst runden Mixbehältern anderer Modelle abhebt. Am Motorblock findet sich ein mittig zentrierter Drehregler wieder. Weitere Knöpfe oder Regler gibt es nicht, der gesamte Mixer wird einzig und allein über ihn gesteuert. Die Bedienfläche ist damit schlicht gehalten, sie umfasst noch eine LED, die darüber informiert, ob der Standmixer eingeschaltet ist.

Schlussendlich ist das Design immer Geschmacksache. Wer einen schlichtes und eher unauffälliges Gerät sucht, das mit einem wertigen Look aufwartet, wird diesen Mixer mögen. Außerdem hat Bianco di puro weitere Varianten verschiedenen Farben (Grün und Weiß) aufgelegt.

Technische Daten: Steckt der Wurm drin?

In Sachen Technik interessieren vorrangig zwei Dinge, nämlich Motorleistung und Umdrehungen pro Minute. Hier kann der Primo mit den großen Mixern von Bianco nur bedingt mithalten. Er ist nicht ganz so stark motorisiert, was aber auch gewollt ist – schließlich wurde er als Einsteigergerät entwickelt. Dennoch handelt es sich klar um ein Hochleistungsgerät, das auch anspruchsvolle Mixerrezepte umsetzen kann.

Leistung: bis 1.200 Watt
Umdrehungen: bis 28.000 U/Min.

Es ist anzumerken, dass der Mixer lediglich mit einem 1,5 Liter Behälter ausgestattet ist. Hierdurch wird die im Vergleich zu anderen Geräten verringerte Kraft auf ein niedrigeres Mixvolumen verteilt, was für einen Ausgleich sorgt. Für die meisten Anwendungsbereiche dürfte der bpa-freie Tritan Mixbehälter mit seinem Fassungsvolumen dennoch ausreichend bemessen sein.

Damit der Hochleistungsmotor bei langem Einsatz mit hohen Umdrehungen nicht überhitzt und womöglich Schaden nimmt, hat der Hersteller als Funktion einen Überlastschutz / Überhitzungsschutz in den Motorblock integriert. Wird der Antrieb zu warm, greift der Überhitzungsschutz und schält den Mixer einfach ab. Er benötigt dann ungefähr eine Dreitviertelstunde zum Abkühlen, bis er wieder einsatzbereit ist.

Übrigens befindet sich auch iPMS an Bord. Dieses Feature kontrolliert die Umdrehungen, d.h. bei erhöhtem Widerstand durch das Mixgut passt der Bianco Primo die Drehzahl automatisch an und fährt die Umdrehungen hoch. Dank iPMS Funktion lassen sich Zutaten und Speisen mit fester Konsistenz (z.B. Eis) leichter zubereiten. Neben dem Primo sind übrigens einige weitere Bianco Hochleistungsmixer mit iPMS erhältlich.

Alles in allem können sich die Daten sehen lassen. Auch wenn es stärkere Standmixer gibt, spielt der Primo weit vorne mit, Haushaltsmixer kommen nicht einmal ansatzweise in diesen Leistungsbereich. Andere Hochleistungsmixer aus dem Segment für Einsteiger haben meist deutlich weniger zu bieten.

Mixer in der Praxis

Wirklich interessant ist, was ein Hochleistungsmixer dieser Preisklasse zu leisten vermag. Entscheidend ist insbesondere die Zubereitung grüner Smoothies, denn hier gilt es Blattgrünfasern zuverlässig aufzubrechen. Selbst faserreiches Blattgemüse ist so zu zerkleinern, damit der Smoothie am Ende schön cremig ist und über eine feine Konsistenz verfügt. So ist eine gute Verfügbarkeit an Chlorophyll in den Smoothies gewährleistet.

Um es kurz zu machen: Diese Aufgabe meistert der Bianco Primo ganz ordentlich. Niemand kann erwarten, dass ein Einsteigermixer ein Ergebnis erzielt, wie man es von einem Gerät der Spitzenklasse her kennt. Allerdings ist der Unterschied gar nicht so groß. Insgesamt wissen die Smoothies mit einer äußerst feinen Cremigkeit zu beeindrucken. Die meisten Zutaten, die in die Kategorie Blattgemüse fallen, bereiten ihm überhaupt keine Schwierigkeiten. Egal ob Feldsalat, Mangold, Möhrengrün, Petersilie, Spinat oder auch Wildkräuter, wie Brennnessel oder Löwenzahn: Die schnell rotierenden Edelstahlmesser setzen Blattgrün und die enthaltenen Vitalstoffe frei.

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Günes Blattgemüse zerkleinernDas Ergebnis ist top

Der Bianco Primo ist keineswegs nur ein Smoothiemixer. Er wird gerne als Einsteigergerät bezeichnet, doch er kann deutlich mehr, als Zutaten in Smoothies zu verwandeln. Ich habe mich an verschiedenen Eiskreationen versucht und damit gute Erfahrungen gemacht. Dem Mixer gelingt es, Eiswürfel zu crushen. Mühelos zerkleinert er gefrorene Früchte und verarbeitet sie zu Eiscreme. Entscheidend ist dabei die Drehzahl, die möglichst niedrig bemessen sein sollte. An einen Vitamix Pro 300 kommt er diesbezüglich nicht heran und auch nicht an den Bianco Volto. Dennoch ist es mir problemlos gelungen, verschiedene Eissorten zu machen. Die Handhabung ist gar nicht so schwierig. Den Stößel zur Hilfe nimmt, bereitet leckeres Eis zu. Seit dem ich weiß, dass der Primo über iPMS verfügt, überrascht mich das auch nicht.

Nussmilch, Mandelmilch und ähnliche Speisen sind ebenfalls einfach zubereitet. Die Bodenfläche vom Behälter ist im Vergleich zu anderen Mixern nicht ganz so groß bemessen, was einen Vorteil verkörpert. So ist es möglich, auch kleinere Mengen an Mandelmilch im Mixbehälter zu machen. Einfach die Nüsse oder Mandeln in den Mixer geben, mit dem Messbecher noch etwas Wasser ergänzen, den Drehknopf betätigen und schon legt der Bianco auf höchster Leistungsstufe wie ein Profigerät los. Im Anschluss den Behälterinhalt durch ein Tuch oder gar einen Nussmilchbeutel abseihen. Milchalternativen, Powerdrinks und andere Mahlzeiten sind somit im Handumdrehen zubereitet.

Die Bedienung ist wiederum kinderlicht, es gibt schließlich nur einen einzigen Drehregler. Dreht man ihn nach rechts, setzt er sich langsam in Bewegung. Auf der untersten Stufe arbeitet er äußerst gemächlich, auf der höchsten gibt er richtig Gas. Wird der Regler hingegen nach links gedreht, aktiviert man die Pulse-Funktion und er gibt gleich Vollgas.

Das war bereits das gesamte Bedienkonzept. Einzig und allein das Drehrad dient als Geschwindigkeitsregler und steuert die Edelstahlklingen. Es wäre schön, andere Profimixer würden sich ebenfalls so einfach bedienen lassen. Der Regler selbst lässt sich zwar stufenlos drehen, doch die Drehzahl wird über zehn verschiedene Geschwindigkeitsstufen gesteuert. Am Stufe 6 geht der Mixvorgang in den Hochleistungsbereich über.

Zusatzbehälter von Bianco

Bianco liefert den Primo zusammen mit dem Cube Mixbehälter aus. Ergänzend werden Zusatzbehälter angeboten, nämlich der Flower und der Square Behälter.

Ursprünglich wurden die ergänzenden Behälter für starke Mixer, wie den Puro oder Forte, entwickelt. Ich wollte wissen, wie sie sich auf dem Motorsockel des Primo schlagen und haben ein paar Testreihen durchgeführt.

Mixbehälter Bianco Flower
Bianco FlowerBedingt auch auf dem Primo zu gebrauchen

Hierzu kann ich sagen, dass es möglich ist, die Flower und Square Behälter auf dem Bianco Primo einzusetzen. Allerdings wird die Leistungsgrenze sichtbar, d.h. der Mixer muss schwer arbeiten und erzielt bei maximaler Belastung nicht das beste Ergebnis. Wer die Zusatzbehälter nutzen möchte, sollte sie daher nicht vollständig befüllen. Mit kleineren Mengen an Mixgut kommt der Primo dann gut klar.

Der ab Werk mitgelieferte Cube Mixbecher genügt aber für die meisten Anwendungsbereiche. Er ist ungemein vielseitig nutzbar und vom Becherdesign her clever konstruiert. Schon bei niedrigen Drehzahlen entsteht ein starker Sog, der das Mixgut an den Messerstern und somit direkt in die rotierenden Edelstahlklingen befördert. Wie zu erwarten ist auch er aus Tritan gefertigt und somit frei von bpa. Die Qualität im Hinblick auf die Verarbeitung ist hervorragend. Der Mixbehälter wirkt sehr massiv und seine Schneidemesser sind aus rostfreiem Edelstahl gefertigt.

Fazit zum Hochleistungsstandmixer

Alles in allem verkörpert der Primo von bianco di puro einen vielseitig nutzbaren und durchaus leistungsstarken Mixer. Er ist nicht ganz so stark wie die Topmodelle von Bianco, aber dafür weiß er mit einem äußerst attraktiven Preis zu beeindrucken. Deshalb ist er meines Erachtens auch ein Spitzengerät, das sich für die Herstellung vitalstoffreicher Gemüsesmoothies und Obstshakes hervorragend eignet. Meine gemachten Erfahrungen waren am Ende so positiv, dass ich ihn in Anschluss an den Mixer Test behalten habe. Auf den Fotos einiger Rezepte ist er sogar zu sehen.

Am meisten hat mich das Geschmackserlebnis überrascht. Ich ging davon aus, dass sich das Küchengerät wie andere Blender dieser Preisklasse schlägt und die Smoothies nicht ganz so sämig sind. Aber weit gefehlt, die Pürees sind ganz fein und würden vermutlich sogar als Babykost anstandslos durchgehen. Die Smoothies haben eine tolle Konsistenz! Außerdem habe ich mehrfach Mandelmilch zubereitet und bin mit dem Mixergebnis sehr zufrieden.

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MotorsockelSchön großer Drehregler

Bianco Primo Hochleistungsmixer wo kaufen?

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Es gibt genügend Händler für Hochleistungsmixer, die den Bianco Primo verkaufen. Allerdings kann ich jedem Interessenten nur dazu raten, sich für die beiden Smoothie-Spezialisten Heike und Stefan zu entscheiden. Ich habe sie bereits vor Jahren kennengelernt und längst ist eine tolle Freundschaft entstanden. Ihr Shop gruenesmoothies.org steht für vorbildlichen Service, der u.a. eine professionelle Beratung, Kauf auf Rechnung und eine schnelle Auslieferung umfasst.

Showing 4 comments
  • Stefanie K.
    Antworten

    Hallo,
    Gerne würde ich mir einen Vitamix kaufen, aber das ist vom Geld her nicht drin. Ich habe viele Testberichte über den Bianco Primo und andere Hochleistungsmixer gelesen und höere immer wieder heraus, dass er zu empfehlen ist. Viele Erfahrungsberichte deuten an, dass die Zubereitung von Smoothies, Suppen, Eiscreme usw. kein Problem ist.
    Was mich beim Mixervergleich aber stutzig macht, sind die Umdrehungen pro Minute. Laut Victoria Boutenko muss das Blattgrün gut aufgebrochen werden und dafür sind wohl 30.000 Umdrehungen erforderlich. Aber die Primo hat ja nur 28.000 als Drehzahl. Ich habe mich bewusst für eine moderne Rohkostküche entschieden und will bei den Vitalstoffen keine Kompromisse eingehen. Im schlimmsten Fall spare ich doch lieber noch etwas, um dann einen Vitamix anzuschaffen. Was meint Ihr dazu?

    Noch einige Fragen: Kann man mit dem Primo auch Pesto machen? Und wie ist das mit der Nachfüllöffnung, ist die sicher verschlossen oder kann bei hoher Drehzahl das Mixgut austreten? Habt Ihr mal Smoothies mit dem Thermomix gemacht, der soll ja von der Verarbeitung her gut sein.

    Sorry für die vielen Fragen. Ich freue mich auf eure Antworten!
    Stefanie

    • Jochen
      Antworten

      Hi Stefanie,
      Keine Frage, der Vitamix ist nicht nur ein beliebter, sondern auch guter Küchenmixer. Wenn du das Geld hast, dann hol ihn dir. Ansonsten ist der Bianco Primo mehr als nur eine Alterantive. Er ist preiswert und hat viel zu bieten. Aus meiner Sicht ist er ein echter Leistungssieger – er ist stark wie ein großer Hochleistungsstandmixer, kostet aber “relativ” wenig.

      Wegen der 28.000 Umdrehungen haben viele Menschen die falschen Erwartungen. Die Drehzahlen sagen meist wenig aus, da sie nur auf dem Papier gelten. Entscheidend ist, wie der Mixer das grüne Blattgemüse zerkleinert, d.h. gut er die Fasern aufbricht und Chlorophyll verfügbar macht. Glaub mir, der Primo macht das hervorragend. Er ist ein Blender mit hoher Leistung. Seine Power genügt, um tolle grünesmoothies zu machen. Wie schon geschrieben: Gemüse und Obst bekommt er mühelos klein, er muss sich daher in der Küche nicht verstecken.

      Meinst du die Öffnung oder den gesamten Deckel? Beides sitzt fest, sodass kein flüssiges Mixgut aus dem Behälter austreten kann.

      Dann hast du nach dem Thermomix gefragt. Bei den Küchenmaschinen gibt er ja gerade den Ton an, er scheint ein echter Verkaufsschlager zu sein. Aber du sagst ja, dass du eher einen Hochleistungsmixer suchst. Der Thermomix kann backen und noch so einiges mehr, aber er dreht nicht so hoch. Die geringere Leistung sind meines Erachtens Nachteile. Soll der grüne Smoothie schön sämig sein, ist der Primo aus meiner persönlichen Sicht der Sieger. Klar, eine Banane bekommt jeder Mixer klein, aber bei MÖhrengrün, Gänsefingerkraut oder der Eisherstellung sieht die Welt schnell anders aus. und by the Way: Der Themomix spielt in einer anderen preislichen Klasse, für das Geld kannst du dir auch einen Vitamix zulegen.

      Dann wolltest du noch wissen, ob Pesto möglich ist. Klar geht das, aber am Ende kommt es auf die Menge an. Du musst den Behälter etwas über die Messer hinaus mit Pinienkernen, Basilikum etc. befüllen – die Frage ist, ob du solch eine Menge benötigst. Ich bin ehrlich: Ein Stabmixer ist da häufig der praktischere Küchenhelfer. Wenn du Pesto im Mixer machen willst, nimmt den Stampfer zur Hilfe und halte zwischendurch immer wieder an, um das Pesto aus den Ecken vom Mixbehälter zu lösen.

      Weil du die Rohkostküche erwähnt hast. Für Rohkostqualität ist entscheidend, dass die Zutaten nicht zu warm werden. Eine Temperaturmessung hat der Stampfer ja nicht, allerdings würde mich das nicht stören. Bei Mandelmus und ähnlichen Speisen muss man halt ein wenig aufpassen, damit sich die Masse im Behälter nicht zu sehr erwärmt. Aber das sollte auch ohne Thermometer klappen.

      Ich hoffe, ich konnte dir mit deinen Fragen helfen. Und vielleicht hälft ja bald ein Bianco Primo Einzug in deinen Haushalt 😉

  • Sergey Lindemann
    Antworten

    Jetzt gibt es ja den Bianco Piano, der von einigen Leuten als Nachfolger des Primo bezeichnet wird. Ursprünglich wollte ich den Primo kaufen aber nun bin ich verunsichert. Was tun? Welcher der beiden Mixer ist besser – lieber gleich den neuen Bianco Piano nehmen? Habt Ihr Informationen über diese Mixer im Vergleich?

    • Jochen
      Antworten

      Hallo Sergey,

      im Test schenken sich die beiden Mixer nicht viel. Design und Bedienung sind etwas anders, doch ansonsten gibt es kaum Unterschiede. Meiner Meinung nach schneidet der Piano ein klein wenig besser ab, wegen des größeren Behälters und weil sich im Test das Mixgut etwas weniger erwärmt hat.

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