Der Bianco Gusto ist ein Hochleistungsmixer, der eindeutig aus der Reihe tanzt. Er verfügt über einen Motor, der ihn von anderen Modellen unterscheidet. Außerdem ist er deutlich teurer, er zählt zu den kostspieligsten Mixern am Markt.

Angesichts seines stattlichen Preises wollte ich unbedingt wissen, was der „Magnetmotor“ zu bieten hat und wie sich das Küchengerät bei der Zubereitung grüner Smoothies schlägt. Heike und Stefan haben mir den Test ermöglicht. Nachfolgend schildere ich meine Erfahrungen.

Bianco Gusto mit Zusatzbehälter
Bianco GustoHochleistungsmixer mit starkem Magnetmotor

Optik

Auch bei diesem Hochleistungsmixer hat sich Bianco wieder einmal für ein ganz neues Design entschieden. Der Sockel ist simpel gehalten, er wirkt wir ein rechteckiger Kasten mit abgerundeten Kanten. Außergewöhnlich ist das aufgesetzte Display, das zugleich mit einem Touchfeld für die Bedienung ausgestattet ist. Unten am Sockel ist das neue Logo zu sehen, denn eigentlich heißt Bianco seit einer Weile „bianco di puro“ – daran werde ich mich ernst noch gewöhnen müssen.

Zurück zum Design. Ich würde es als futuristisch bezeichnen. Schlecht sieht der Mixer nicht aus und dürfte optisch eigentlich in jede Küche passen. Schlussendlich steht bei diesem Küchengerät ohnehin nicht die Optik im Vordergrund, sondern die Technik, wie ein nachfolgender Blick auf die technischen Daten bestätigt.

Technische Daten: Magnetmotor soll den Unterschied machen

Wie schon angedeutet wurde, ist der Bianco Gusto mit einem Magnetmotor ausgestattet. Hierbei handelt es sich um einen Elektromotor, der nicht mit Kohlestiften, sondern Magneten ausgestattet ist. Aufgrund dieser Konstruktionsweise gilt er als besonders leistungsstark.

Interessant ist, dass der Hersteller keine Drehzahl nennt. Ich gehe davon aus, dass dieser Mixer einfach keine so hohen Drehzahlen erreicht bzw. von den 32.000 U/Min., die man von anderen Bianco Geräten her kennt, ein ganzes Stück entfernt ist. Aber angeblich soll das aber nicht entscheidend sein, weil die niedrigere Drehzahl durch Kraft kompensiert wird.

Mixer in der Praxis

Sobald ein Mixer als nicht ganz so schnell gilt, kommt bei vielen Smoothie-Freunden große Skepsis auf. Schließlich ist in der Literatur häufig zu lesen, dass ein Mixer mindestens 30.000 Umdrehungen pro Minute erreichen muss, damit das grüne Blattgemüse zuverlässig zerkleinert und das enthaltene Chlorophyll verfügbar gemacht wird.

Weil er diese Drehzahl nicht erreicht, waren wir umso überraschter, als der erste Test abgeschlossen war. Wir konnten keinen Unterschied zu Smoothies aus anderen führenden Hochleistungsmixern feststellen. Die zähen Fasern wurden genauso ausgebrochen und auch die Konsistenz weiß zu überzeugen.

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Blick in den Canto MixbehälterWie der Square Behälter, nur größer

Angesichts dieses Ergebnisses kommt die Frage auf, wie der Mixer das schafft. Das mag wohl damit zu tun haben, dass er langsamer dreht aber zugleich keine Kraft verliert. Wer sich mit Physik auskennt, wird nun anmerken, dass ein schneller drehender Mixer zwangsläufig stärker ist: Wenn zwei Mixer einen identischen Mixbehälter mit gleichem Mixgut bearbeiten und einer schneller dreht, so entwickelt dieser Mixer auch die größere Kraft. Deshalb vermute ich, dass die anderen Mixer bei entsprechender Belastung (Widerstand durch das Mixgut im Behälter) auch nicht schneller drehen.

Was am Gusto wirklich beeindruckend ist, sind die Mengen an Mixgut, die er mühelos verarbeitet. Es ist egal, ob ein Behälter minimal oder deutlich über die Markierung befüllt wird. Das Ergebnis ist immer top.

Die Bedienung erfolgt über das Touchfeld und ist kinderlicht. Im Grunde wird der Mixer ähnlich wie ein Smartphone bedient: Einfach antippen und schon geht es los. Wer die Mixprogramme nicht nutzen und stattdessen im manuellen Modus arbeiten möchte, fährt mit dem Finger einfach die Touchfläche entlang, um die Geschwindigkeit zu erhöhen oder zu senken.

Unterschiede zu anderen Hochleistungsmixern

Was den Gusto von anderen Hochleistungsmixern wirklich unterscheidet (bei den Smoothies liegt er ja gleich auf), ist seine Leistung im unteren Drehzahlbereich. Es spielt keine Rolle, ob man Eis zubereiten oder einen Teig „kneten“ möchte. Seinem starken Magnetmotor kann sich nichts in den Weg stellen.

Thematisch passend möchte ich an dieser Stelle kurz auf den Bianco Volto verweisen. Meiner Meinung nach gibt er – den Gusto einmal ausgeklammert – in diesem Bereich den Ton an. Sein iPMS (intelligent Power Management System) sorgt dafür, dass er bei niedrigen Drehzahlen stets seine maximale Leistung entfaltet. Doch gegenüber dem Gusto muss er sich geschlagen geben, weil der Magnetmotor anders konzipiert und daher auch bei niedrigen Drehzahlen nicht zu stoppen ist.

Eine weitere Besonderheit des Bianco Gusto ist seine Lautstärke im Mixbetrieb. Ich habe noch nie einen Hochleistungsmixer erlebt, der so leise ist. Der Unterschied ist enorm, gefühlt würde ich sagen, dass er ca. nur halb so laut wie die anderen Mixer ist. Gemessen habe ich das nicht, aber das muss ich auch nicht. Sein Motor ist einfach viel leiser, mehr muss man dazu nicht sagen.

Zudem erwärmt sich der Motor nicht so schnell oder er leitet die Wärme anders ab, was am Mixgut ersichtlich wird. Natürlich lässt sich ein Erwärmen der Messer im Mixbehälter nicht verhindern, denn Reibung erzeugt zwangsläufig Wärme, aber dennoch ist ein Unterschied festzustellen. Wer seine Smoothies möglichst kühl zubereiten möchte, wird diesen Mixer lieben.

Dann wäre da noch die Garantie. Im Hause bianco di puro scheint man vom neuen Motor wirklich überzeugt zu sein. Auf den Motorsockel werden bei privater Nutzung ganze 25 Jahre Garantie eingeräumt. Somit verkörpert der Gusto Mixer eine Anschaffung für das Leben. Zumal ihn auch Gastronome schätzen dürften: Hier werden 5 Jahre Garantie gewährt, was ebenfalls ordentlich ist – schließlich unterliegen die Mixer dort einer viel intensiveren Nutzung.

Übrigens wird der Mixer gleich mit zwei Behältern ausgeliefert. Neben dem Premium Behälter liegt auch der Canto Behälter mit bei. Er verkörpert den großen Bruder des Square Behälters und eignet sich besonders gut für die Zubereitung grüner Smoothies. Die Zutaten werden extrem fein zerkleinert. Der Vorteil gegenüber dem Square Behälter besteht darin, dass der Canto mit einen 1,7 Litern mehr Mixgut aufnimmt.

Fazit

Mir fällt es schwer, den Bianco Gusto endgültig zu bewerten, weil er so anders ist. Fakt ist, dass es an ihm nichts auszusetzen gibt. Im Gegenteil: Grüne Smoothies werden fein zerkleinert und im unteren Drehzahlbereich setzt er neue Maßstäbe.

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Sockel des MixersDesign mit leicht futuristischer Anmutung

Andererseits ist er auch unglaublich teuer. Wer nur Smoothies zubereiten möchte, bekommt für die Hälfte des Geldes einen erstklassigen Mixer. Daher würde ich nur dann zum Gusto raten, wenn er auch noch andere Aufgaben in der Küche übernehmen soll oder eine Nutzung in der Gastronomie vorgesehen ist. Für dortige Verhältnisse ist er sogar vergleichsweise preiswert, so manch anderer Gastromixer kostet mehr.

Wo kaufen?

team-gruene-smoothies-org

Heike und Stefan habe ich bereits vor Jahren kennengelernt und längst ist eine tolle Freundschaft entstanden. Ihr Shop gruenesmoothies.org steht für vorbildlichen Service, der u.a. eine professionelle Beratung, Kauf auf Rechnung und eine schnelle Auslieferung der Ware umfasst.

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